Individuelle Eventmünze

Eventmünze Silber individuell geprägt als Gutscheintaler

Eine Eventmünze für das größte Weinfest der Welt  

Die Eventmünze „Worschtmark“ im Wert von 5 Euro können Besucher beim Dürkheimer Wurstmarkt für ihren Einkauf verwerten. Er ist Volksfest und Touristenattraktion in einem.


Tourismus und Kultur, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung – passt das zusammen? „Eigentlich nicht“, sagt Christian Handrich mit einem Lachen. Anders in Bad Dürkheim. Hier an der berühmten Deutschen Weinstraße in Rheinland-Pfalz gibt es etwas, das all das auf einen Nenner bringt: die Worschtmark. Als Wertmarke und Eventmünze in einem.


Die Idee dazu kam aus dem Team der Marktleitung, hier wurde schon länger über eine mögliche Sammelmünze nachgedacht, im Jahr 2018 dann erstmalig umgesetzt. Schon nach ersten Recherchen stieß der Kulturamtsleiter auf derTaler. „Wir haben nach etwas gesucht, womit man sich noch mehr identifizieren kann. Etwas, was die Leute sammeln können und einen emotionalen Mehrwert schafft.“


Bad Dürkheim ist zwar eine Kleinstadt mit knapp 19.000 Einwohnern. Doch gemessen an den ausgeschenkten Weinen und Sekten – weit mehr als 300 Sorten –, richtet der Ort an zehn Tagen im September das größte Weinfest der Welt aus.


Wertmünze mit Wiedererkennungswert


Von diesem Ereignis des Jahres, das Bewohner wie Besucher gleichermaßen anzieht, leitete der Kulturamtsleiter den Namen für die Eventmünze ab – nicht ohne Anspielung auf die frühere deutsche Währung: „Worschtmark“. Die ersten Entwürfe designte er selbst, der Austausch mit derTaler habe dann „auf Anhieb super gut funktioniert“.


Eine Partnerschaft, die seit vier Jahren für Qualität und Kreativität steht. Für Christian Handrich steht seitdem fest: Weitere Wertmünzen? Nur bei derTaler!  


Ins Logo der Standard-Eventmünze könne jeder hineininterpretieren, was ihm bei dem Volksfest in den Sinn komme, meint Christian Handrich. Für die einen sind es Weinreben, für andere sprudelnde Bläschen im Glas. Abgebildet sind auch Riesenrad und Feuerwerk. Wie es sich eben für ein Volksfest gehört.


Neben der eigentlichen Eventmünze bestellt die Dürkheimer Stadtverwaltung jedes Jahr zusätzlich eine besondere Wertmünze bei derTaler – immer mit Bezug zum Wurstmarkt, oder „Worschtmarkt“, wie er in der Pfälzer Mundart heißt.


Die Auflagenhöhe entspricht der Anzahl an Markt-Jahren. Was den Sammeleffekt nachhaltig steigert. Mittlerweile ist die vierte Sonderprägung in Umlauf. Jedes Mal steht ein anderes Motiv im Mittelpunkt.


Dürkheimer Riesenfass, Michaeliskapelle, Gradierbau, Kurt Dehn – Musiker – jährliche Spezialmünzen mit Regionalbezug


individuell geprägte Eventmünze, Silber polierte Platte

Die Eventmünze bezieht ihren Wiedererkennungswert vor allem aus dem Logo des Dürkheimer Wurstmarkts. Dahingegen heben sich die jährlich unterschiedlichen Wertmünzen durch historische Bauwerke, Event-Höhepunkte und besondere Persönlichkeiten von der Hauptmünze ab.


Gemeinsam ist allen Wertmünzen der unmittelbare Regionalbezug. Für die Prägung der besonderen Eventmünzen stehen Dürkheimer Wahrzeichen Pate: 2018 die Michaeliskapelle als Ursprung des Wurstmarktes, 2019 das Dürkheimer Riesenfass in Anspielung auf ein fassförmiges Lokal in der pfälzischen Kleinstadt, 2020 das Gradierwerk, dessen salzhaltiger Luft die Stadt ihren Status als Kurort verdankt. 


2021 ist es der Mundartdichter Kurt Dehn, dessen Porträt die Sonderausgabe der Wertmünze schmückt. „Er hat viele Lieder über den Wurstmarkt geschrieben. Seine Gedichte und Lieder sind bei uns sehr bekannt, man findet sie sogar auf YouTube“, sagt Kulturamtsleiter Handrich.


Individualisierte Wertmünze als Hommage


Die Sonderwertmünze samt Zitat ist somit eine Hommage an den Mundartdichter, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. „Ja so en gude Palzwoi“, steht auf der Münze: So ein guter Pfälzer Wein.


„Die Münze kann man bei dem Fest eintauschen“, erklärt Christian Handrich das Prozedere. Man kann sie bei der Touristeninformation erwerben. Zudem verschickt die Stadtverwaltung weltweit Weinpakete – darin ist auch die Wertmünze enthalten.


Die Wertmünzen sind ereignisgebunden. Sie gelten nicht in Läden, sondern immer nur im Kontext der Märkte und Veranstaltungen der Stadt. „Man kann sie bei allen Bad Dürkheimer Festen bei den Standbetreibern einlösen, nicht nur beim Wurstmarkt, sondern auch beim Stadtfest oder auf dem Weihnachtsmarkt“, sagt der Kulturamtschef. Die Händler wiederum bringen die Eventmünze gegen Bargeld zurück.



Sonderauflage der individualisierten Wertmünze mit Sammlerwert – „Jeder ist froh, der eine hat.“


Doch nicht alle Marktbesucher machen davon Gebrauch. „Die Münze hat auf jeden Fall Sammlerreiz“, meint Christian Handrich. Exemplare der Sonderauflagen der Eventmünzen aus den vergangenen drei Jahren seien „gar nicht mehr zu kriegen“. „Jeder ist froh, der eine hat.“


„Die diesjährige Wertmünze haben wir in den Verkauf gegeben, auch wieder über Weinpakete“, erzählt Handrich. Innerhalb von 48 Stunden waren alle 600 Weinpakete mit unseren selbstgestalteten Wertmarken ausverkauft.


„Der Run auf die besondere Münze ist riesig. Die Standard-Eventmünze ist in Umlauf, das funktioniert gut. Aber viele Wertmünzen bleiben in den Taschen der Sammler“, berichtet Christian Handrich. Für ihn ein klares Zeichen, dass das Konzept aufgegangen ist.


„Die Worschtmark zeigt: Es geht auch anders.“ Hier gebe es „eine Verzahnung der Inhalte“. Kultur und Markt – in Bad Dürkheim gehen sie Hand in Hand.


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Individualisierte Silbermünze als Mitarbeitergeschenk

Mitarbeitergeschenk: Individualisierte Silbermünze für Angestellte

Mitarbeiterjubiläum: Etwas Besonderes für besondere Mitarbeiter 

Mit einer kostbaren Silbermünze als Mitarbeitergeschenk will Unternehmenschef Christian Kühn zeigen, wie sehr er seine Angestellten schätzt


Christian Kühn weiß, was er an seinen Kollegen hat. In seiner Firma Schlentzek & Kühn GmbH sind derzeit 33 Mitarbeiter beschäftigt. Eine Erfolgsgeschichte, die vor mehr als 25 Jahren begann.


Seit 1995 bietet das Berliner Unternehmen individuelle Brandschutz- und Sicherheitslösungen in Industrie, Gewerbe und bei öffentlichen Auftraggebern an. Schwerpunkte sind Brandfrüherkennung, Rauch- und Wärmeabzug sowie sichere Fluchtwege. Die hohe Qualität verdankt die Firma auch ihrer Personalpolitik.


„Wichtig war uns, dass wir mit der Silbermünze als Mitarbeitergeschenk eine Art Wertschätzung finden, gewissermaßen als ‚Außer-der-Reihe‘-Geschenk für unsere Angestellten“, sagt Christian Kühn. Zu einem bestimmten Zeitpunkt, etwa zum individuellen Mitarbeiterjubiläum, wollte er „etwas Besonderes“ schenken. Zusätzlich zu Blumen und einem Präsentkorb.


Individualisierte Münzen haben eine hohe Akzeptanz


Auch wegen der hohen Akzeptanz fiel die Entscheidung auf eine Münze. Silbermünzen als Mitarbeitergeschenk zu individuellen Jubiläen kämen jedenfalls besser an als Anstecknadeln oder Pokale, meint Christian Kühn.


Mitarbeitermünze Silbermünze Brandschutz

„Eine Silbermünze als Mitarbeitergeschenk ist universell. Sie drückt Wertigkeit aus und ist nachhaltig. Und sie funktioniert für alle: ob männlich, weiblich oder divers.“ Individualisierte Münzen seien laut Kühns Einschätzung „etwas, was man in der Hand halten oder in die Tasche stecken kann“.


Und natürlich könne eine schöne Mitarbeitermünze auch in der heimischen Vitrine landen, je nach Vorliebe des Beschenkten. Und individuell gestaltet ist sie auch noch: mit aktueller Jahreszahl, Firmenlogo und individuellem Motiv, das die Tätigkeit widerspiegelt.


Kleine Mengen, dafür hochwertig


Für die individualisierte Silbermünze als Mitarbeitergeschenk sprach außerdem, dass der Firmenchef dieses „nicht in rauen Mengen brauchte“, sondern die individualisierten Münzen eher in einer kleinen Serie bestellen wollte, „dafür aber sehr hochwertig“.


Auch beim Material wurde der Brandschutz-Profi rasch fündig. „Gold fanden wir ein bisschen ‚over the top‘, das sah uns zu sehr nach Versicherung aus“, meint der Firmenchef. Er wollte einen Stoff, der zu einem technischen Unternehmen wie Schlentzek & Kühn passte. Ein Material, dass sich auch in der Technik wiederfindet: Kupfer, Aluminium oder Silber zum Beispiel.


„Wegen der aussagekräftigen Qualität haben wir uns für Silber – polierte Platte – entschieden.“ Die erste Mitarbeiterin erhielt die Münze zu ihrem zehnjährigen Mitarbeiterjubiläum, die nächsten Jubiläen folgen in den kommenden Jahren.


Wenn alle individualisierten Mitarbeitermünzen übergeben sind, will sich Christian Kühn etwas Neues überlegen. Damit die Wertigkeit nicht verwischt. Diese für uns individualisierte Silbermünze soll an ein bestimmtes Jubiläum gebunden sein. „Sonst wird es zu beliebig“, sagt der Firmenchef. Bei bestimmten Mitarbeiterjubiläen werde es „sicher eine Fortsetzung“ geben. Schon allein, um die Wertigkeit auch weiterhin als Zeichen der Wertschätzung beizubehalten.


Wertvolle Silbermünze aus reinem Silber


Wertvoll ist die Mitarbeitermünze allemal. „Wenn die Inflation so weitergeht, dann steigt sie sogar noch im Wert“, vermutet Christian Kühn.

Mitarbeitergeschenk Silbermünze mit Aufsteller


Dass die schicke Silbermünze aus Reinmetall besteht und nicht aus einer Legierung, hat auch die bereits beschenkte Mitarbeiterin „ein wenig sprachlos“ gemacht. „Sie hat die Jubiläumsmünze auf den Tisch gestellt, sie eine Weile bestaunt und dann in die Tasche gelegt und mit nach Hause genommen. Es hat einen Augenblick gedauert – sie hat das Geschenk richtig genossen“, freut sich der Chef. Die Freude war ihr anzusehen, die Überraschung gelungen.


Für ihn sei vor allem eines wichtig dabei: dass die beschenkten Mitarbeiter die Silbermünze mit dem Unternehmen, in dem sie seit zehn, 15 oder 20 Jahren arbeiten, in Verbindung bringen. „Das ist ja der Sinn des Ganzen.“ Und es ist sei schön zu sehen, dass die Absicht dahinter genauso ankommt.

Klinikmünze zum Firmenjubiläum

Individuelle Klinikmünze zum Firmenjubiläum Silber

Vom Krügerrand zur Klinikmünze

Zum 25-jährigen Firmenjubiläum erhielten in der Klinik im Kurpark alle Mitarbeiter die gleiche Münze. Die Idee dazu hatte Geschäftsführer Ulrich Kruthaup


25 Jahre Klinik im Kurpark – dieses Jubiläum ist Anlass zum Feiern. Wenn schon pandemiebedingt nicht mit einem großen Fest, dann doch auf jeden Fall mit einer Jubiläumsmünze als Geschenk für alle Mitarbeitenden. Die Münzen zum 25-jährigen Firmenjubiläum konnten zwar nur in kleinem Rahmen übergeben werden. Doch die Klinik im Kurpark im niedersächsischen Bad Rothenfelde hat schon ganz andere Herausforderungen gemeistert. Die erste gleich am Tag ihrer Gründung.


„Der 1. Juli 1996 fiel in eine anspruchsvolle Zeit“, erklärt Ulrich Kruthaup. Der heutige Geschäftsführer ist seit nunmehr 18 Jahren dabei und leitet die Geschicke der Klinik. Aus Erzählungen und Unterlagen der Gründer weiß er um die Starthürden. Denn die Gründung der Klinik Mitte der 1990er-Jahre fiel genau in die Zeit der sogenannten Reha-Krise.


Damals hatte man die Rehabilitations-Verweildauer von 28 auf 21 Tage reduziert. Das führte unmittelbar zu Überkapazitäten. Denn die Kliniken hatten nicht plötzlich mehr Patienten. Wie man heute weiß, überstanden nicht alle Kliniken diesen Einschnitt. Doch die Gründer der Klinik im Kurpark, die Familie Hasselmann, haben sich durchgekämpft. Mit Erfolg.


Fokus auf den Mitarbeitern


Neben Dankbarkeit und Anerkennung verkörpert die Jubiläumsmünze auch das. Den Mitarbeitenden sollte mit der Münze zum Firmenjubiläum vermittelt werden, dass sie maßgeblichen Anteil an diesem „Durchkämpfen“, am Erfolg der Einrichtung haben.


Denn sie gestalten ihn tagtäglich mit, sind die internen Partner, diejenigen, die das Unternehmen dorthin gebracht haben, wo es sich heute befindet. So lag der Fokus bei der Jubiläumsmünze auf den Mitarbeitenden „Ihnen wollten wir etwas geben“, so Kruthaup.


„1996 bis 2021“ steht auf der Münze. Und: „Danke für 25 Jahre Gesundheit aus Tradition“. „Gesundheit aus Tradition“ ist das Motto der Klinik im Kurpark.


Und die reicht sogar über die vergangenen 25 Jahre hinaus. So ist die Klinik im Kurpark eine Weiterentwicklung der Ursprungsklinik „Klinik am Birkenkamp“, die es so nicht mehr gibt. Das Wappen auf der Jubiläumsmünze ist zugleich das Logo der Klinik – und gleichzeitig auch ein Stück Logo des Ortes: Im Hintergrund ist ein Gravierwerk zu erkennen, davor steht ein Baum, um dessen Stamm sich die medizinische Schlange, der Äskulap, wickelt.


„Nicht gerade unkompliziert in der Darstellung“, sagt Ulrich Kruthaup lachend. Aber bei derTaler seien „eben Profis am Werk“. So habe die Klinikmünze seine „Vorstellungen übertroffen“.


Material? Silber. Wie bei der Silberhochzeit.


Individuelle Klinikmünze zum Firmenjubiläum Silber

Kruthaups Ansprüche waren hoch. Es sollte „eine Sonderprägung sein, deren Wert sich nicht aus dem eigentlichen Material ergibt, sondern einfach aus ihrer bloßen Existenz“. Bei seinen Recherchen sei er schnell bei derTaler gelandet. „Das hat sowohl in der Abwicklung als auch in der Ausführung hervorragend funktioniert“, beschreibt Kruthaup die Zusammenarbeit mit der Berliner Münzfertigung.


Beim Material entschied er sich auf Empfehlung von derTaler für 999 Feinsilber. „Silber lässt sich mit der 25 gut assoziieren“, fand er. Schließlich feiere man nach 25 Jahren Ehe die Silberhochzeit.


Die Entscheidung für die Münze lag für Ulrich Kruthaup auch deshalb nahe, weil er selbst in seiner Jugend eine personalisierte Münze erhalten hatte. „Das liegt lange zurück, aber es hat mich so beeindruckt und geprägt, dass es mir jetzt wieder einfiel“, erzählt der Klinik-Geschäftsführer.


„Bevor ich berufsbegleitend studierte, habe ich eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert in einem Unternehmen, das während meiner Ausbildungszeit 100-jähriges Firmenjubiläum feierte.“ Alle Mitarbeiter hätten seinerzeit einen echten Krügerrand bekommen – „auch ich, der einfache Azubi“.


Damals war das nach Betriebszugehörigkeit gestaffelt. „Mein Krügerrand war die kleinste Ausführung, da ich mich gerade in der Ausbildung befand. Aber die Jubiläumsmünze habe ich noch heute! Und sie erinnert mich daran, wie wertgeschätzt ich mich damals fühlte. Das wollte ich weitergeben.“


Etwas bleibend Wertvolles


Eine Anregung, die Ulrich Kruthaup nun mit der Idee zur Jubiläumsmünze aufgegriffen hat. 2020, gut ein Jahr vor dem Klinik-Jubiläum, begann der Geschäftsführer, sich Gedanken zu den bevorstehenden Feierlichkeiten zu machen. Mitten im COVID-Jahr. Weder ein Festakt noch Publikum kam infrage, das war schnell klar.


Die Überlegungen kreisten bald um die personalisierte Klinikmünze. Das Geschenk an die Mitarbeitenden zum Firmenjubiläum sollte eine Kombination sein aus etwas Sozialem und etwas bleibend Wertvollem, verbunden mit dem Ausdruck von Dankbarkeit für das Erreichte.


Denn in 25 Jahren hat sich die Klinik im Kurpark stetig weiterentwickelt und vergrößert. „Wir haben angefangen mit 160 Betten und sind heute bei 215“, berichtet Ulrich Kruthaup. Zu den zwei Hauptindikationen Orthopädie und Kardiologie kam vor zehn Jahren die Pneumologie hinzu. Ein Alleinstellungsmerkmal der Klinik im Kurpark.


Ob Freiwillige oder Chefarzt – jeder ist wichtig


221 Mitarbeitende sollten bedacht werden. Pfleger, Qualitätsmanagerin, Köche. Alle bekamen eine silberne Klinikmünze: der Bundesfreiwilligendienstleistende ebenso wie der Chefarzt. 


„Das ist eine Philosophie, die wir haben“, erklärt Ulrich Kruthaup. „Ich vergleiche das immer gerne mit einem Luxusliner: der Inhaber und ich stehen oben auf dem Kommandodeck, unten muss auch einer Kohle schaufeln, sonst fährt das Schiff nicht. Jeder ist wichtig in seiner Position, damit so ein komplexes Gebilde wie unsere Klinik funktioniert.“


„Deshalb machen wir bei der Münze zu unserem Firmenjubiläum keinen Unterschied in Größe oder Form – jeder hat diese Münze bekommen. Das ist das, was bleibt“, ist Kruthaup überzeugt. Er weiß das aus eigener Erfahrung.


Zur Firmenphilosophie gehört auch ein weiteres Mitarbeitergeschenk, das die Klinikleitung in den Umschlag gelegt hat: ein Glückslos der Aktion Mensch. Jeder Mitarbeitende hat damit die Möglichkeit, an vier Ziehungen teilzunehmen.


„Damit haben wir zusätzlich Danke gesagt. Auch wenn man mit diesem Los nicht gewinnen sollte – der Empfänger auf der anderen Seite, für den die guten Taten sind, gewinnt auf jeden Fall“, so der Gedanke dahinter. Und das sei es, was zählt.

Museumsmünze

Silberne Museumsmünze

Löwen in Thüringen – eine Münze mit vielfachem Lerneffekt

In der Ausgrabungsstätte Steinrinne Bilzingsleben ersetzt eine Münze das Papierticket. Nach dem Museumsbesuch kann man das Münz-Ticket mit nach Hause nehmen


„Schon mal etwas vom Homo erectus bilzingslebenensis gehört?“ Spätestens an dieser Stelle zieht Museumsdirektor Enrico Brühl auch die quirligsten Schulklassen in seinen Bann. Die Aufmerksamkeit ist ihm von Anfang an sicher. Denn statt Eintrittskarten aus Papier setzt die Ausgrabungsstätte Steinrinne Bilzingsleben im Landkreis Sömmerda (Thüringen) auf eine Münze.


Seit 2013 stellt das kleine, aber feine Museum auf der Rückseite seiner Eintrittsmünze eine neue fossile Tierart vor. Jedes Jahr eine andere. Waldelefant, Nashorn, Höhlenbär, Höhlenlöwe, Riesenhirsch. Tiere, die in dieser Region vor fast 400.000 Jahren zusammen mit jenem speziellen Urmenschen – Homo erectus bilzingslebenensis – lebten, von ihm gejagt oder genutzt wurden.

Museumsmünze Flusswels Sammlermünze Silber


2021 ziert ein Flusswels die Silbermünze, die als Eintrittskarte dient. „Das klingt im ersten Moment erst einmal vergleichsweise unspektakulär angesichts von Elefant und Nashorn, ist aber aus archäologischer Sicht hochspannend“, findet Museumsdirektor Brühl. Denn der Fund spreche „eindeutig dafür“, dass diese Welse gejagt worden sind. Somit würde die Thüringer Ausgrabungsstätte einen der ältesten, „wenn nicht sogar den ältesten“ Nachweis von Fischerei durch den Menschen erbringen.


Der Lerneffekt mit der Münze als Eintrittskarte wirkt Wunder. Während sie Brühls Erzählungen lauschen, tasten einige Kinder immer wieder ihre Museumsmünze. Meistens sind es Fünftklässler, deren Geschichtsunterricht im neuen Schuljahr mit der Steinzeit beginnt.


Hier und da fällt eine Eintrittsmünze klimpernd zu Boden, rollt zwischen den Schaukästen hindurch, bevor sie an der Glasvitrine mit einem Schädelskelett abprallt.


„Bevor wir die Münze statt Papierticket hatten, konnten sich die Kinder viel schlechter konzentrieren“


Enrico Brühl macht das nichts aus. Im Gegenteil. Die Schulklassen waren schließlich der Grund, weshalb er die jedes Jahr aufs Neue individuell gestaltete Museumsmünze als Eintrittskarte überhaupt eingeführt hat. Primär ging es dabei vor allem um eines: die soziale Komponente. Und das aus gutem Grund.


„Bevor wir die Münze statt einem Papierticket hatten, konnten sich die Kinder viel schlechter konzentrieren“, erzählt der Archäologe. So bemerkte er, dass einige Schüler so viel Geld in der Tasche hatten, „dass sie den halben Museumsshop leer kaufen konnten“. Andere hingegen „hatten gar kein Geld“.


Gerade bei jüngeren Klassen habe er beobachtet, „dass sie sich auf den Laden stürzten, bevor sie überhaupt im Museum waren“. Dabei fielen ihm immer wieder Kinder auf, die niedergeschlagen am Rand standen. Auch bei der Führung hörten sie nicht richtig zu. „Die waren fertig mit der Welt, bevor die Führung überhaupt angefangen hatte.“


Durch die Eintrittsmünze aber – und die Regelung, den Shop erst nach dem Ausstellungsbesuch zu betreten – hat sich die Situation völlig entspannt. „Dank der Museumsmünze!“, freut sich Enrico Brühl.


„Wenn ich mit den Kindern jetzt eine Führung mache, hat jeder seine Münze in der Hand“, sagt der Museumschef im Landratsamt Sömmerda. Die Geräusche klimpernder Münzen seien ihm lieber als traurige Gesichter. „Alle sind glücklich, der Druck ist raus. Das ist schon auffällig“, meint er.


Dreifach-Effekt der Münze: Eintrittskarte, Bindemittel, Brücke


Die Eintrittsmünze wirkt sich nicht nur in dieser Hinsicht positiv aus. Oft fällt der erste Museumsbesuch mit dem Übergang von der Grundschule aufs Gymnasium zusammen. Die Fahrt zur Ausgrabungsstätte sei oft der erste gemeinsame Ausflug mit der neuen Klasse.


„Die Kinder sind in dieser Phase damit beschäftigt, sich zurechtzufinden. Sie sind aufgedreht, die Spannung ist deutlich spürbar“, so Brühls Beobachtung. Hier wirkt die silberne Eintrittsmünze Wunder: Sie fungiert nicht nur als Eintrittskarte, sondern auch als Bindemittel für den Klassenzusammenhalt und als Brücke hinein in den Unterricht.


Enrico Brühl freut sich, dass sein Konzept aufgegangen ist. „Was eine Münze alles ausmacht!“, freut er sich. Wo vorher Druck war, tritt jetzt Entspannung ein. Wo vorher soziale Unterschiede zutage traten, gleicht die Museumsmünze diese aus. Und dank des Münz-Tickets können die Kids sich sogar leichter konzentrieren.


Die volle Konzentration der Schülerinnen und Schüler brauchen Enrico Brühls Ausführungen auch. Denn die Thematik ist hochkomplex. Viel zu geballt für nur zwei Unterrichtsstunden. „Wir haben ein Niveau gefunden, auf dem wir es den Kindern und Jugendlichen anschaulich und mitreißend nahebringen können“, sagt Brühl. Das trägt Früchte. Die Eintrittsmünze öffnet buchstäblich Türen, die vorher verschlossen waren.


Attraktive Münze zum Sammeln


Auch einen gewissen Sammlereffekt hat Enrico Brühl bemerkt. Statt der Eintrittskarte die Medaille – das war natürlich für viele Münzliebhaber sehr attraktiv, meint der Museumsleiter. Manche Leute kämen gezielt vorbei, nur um sich die Museumsmünze zu kaufen.


Doch das habe sich mittlerweile insofern geändert, als „wir es geschafft haben, in den vergangenen Jahren jedes Jahr etwas neues Audiovisuelles in die Ausstellung zu integrieren, sodass die Leute jetzt auch die Ausstellung besuchen – und nicht nur die Eintrittsmünze kaufen“.


Insgesamt hat das Team mehr als 50 Tierarten nachgewiesen. Jede Menge Motive für viele Museumsmünzen in den kommenden Jahren!


Jetzt müssten nur noch mehr Besucher kommen, wünscht sich Enrico Brühl. Vor der Corona-Pandemie konnte die Ausgrabungsstätte mit rund 7000 Besuchern pro Jahr rechnen. Seit der Pandemie sind die Einbußen spürbar.


Doch auch abgesehen von der Pandemielage: Hier ist noch Luft nach oben, meint der Thüringer Archäologe und erklärt: „Das ist eben ein sehr spezielles Thema – immerhin begeben wir uns sehr tief in die Menschheitsgeschichte –, das nicht nur ein Grundinteresse voraussetzt, sondern auch gewisse Vorkenntnisse.“


Auch sei der abgelegene Standort nicht jedermanns Sache. „Die Zahlen würden anders aussehen, würden wir auf der Thüringer Städteachse zwischen Erfurt und Weimar liegen“, vermutet Brühl.


All diese Komponenten bewirken aber auch, dass die Leute, die sich nach Bilzingsleben auf den Weg machen, dies ganz gezielt tun. „Das sind dann Leute, die großes Interesse und Vorkenntnisse mitbringen – und viel Zeit. Sie verweilen lange bei uns, sind aktiv und stellen viele Fragen.“ 



Glücksfall derTaler – „Da trennt sich die Spreu vom Weizen“


Dass er auf den Taler gestoßen ist, bezeichnet Enrico Brühl als „großen Glücksfall“. Nachdem die bisherige Agentur, bei der das Landratsamt Sömmerda in den Jahren zuvor die Eintrittsmünze hatte prägen lassen, die Herstellung von Medaillen kurzfristig eingestellt hatte, musste die Umsetzung für die neue individuell gestaltete Museumsmünze sehr schnell gehen.


„Mit derTaler hat es sofort gepasst: die Kommunikation, die Qualität“, sagt Enrico Brühl. Mit dem neuen Design sei er „hochzufrieden“. „Da trennt sich die Spreu vom Weizen“, stellt er fest. Die Feinheiten im Vergleich zum vorigen Design machen sich in den kleinsten Unterschieden bemerkbar.

Museumsmünze mit Sammlerwert Silber Altbiber


„Der Name des Tieres war sonst immer sehr schwer zu lesen, die Schriftart war unvorteilhaft – bei der Kleinteiligkeit fatal. Der Taler hat sich für eine neue Schriftart entschieden – die Leute können es schneller lesen, das ist viel klarer und sieht einfach schöner aus.“ Es ergebe sich einfach ein runderes Bild: Man schaut drauf, erfasst den Inhalt sofort und weiß, was gemeint ist. „Es gefällt mir eindeutig besser“, fasst Enrico Brühl zusammen.


Hoher Wiedererkennungseffekt


Auch wenn die Besucherzahlen saisonal schwanken und pandemiebedingt eingeschränkt sind, bleibt der Museumsdirektor zuversichtlich. Auch hier vertraut er auf die Museumsmünze. Denn neben ihrem sozialen und dem pädagogischen Aspekt sowie ihrem Wert für Sammler baut er auch auf ihren hohen Wiedererkennungseffekt.


„Sie landet vielleicht zu Hause in der Kramschüssel, und dann entdeckt man sie plötzlich wieder, nimmt sie in die Hand, erinnert sich, denn darauf steht ja die Jahreszahl – und schon ist der Bezug hergestellt“, ist er sich sicher.


Das Interesse wird so möglicherweise wieder geweckt, hofft er. Mit dem früheren Besuch verbundene Erinnerungen und die damit verbundenen Gedanken und Empfindungen werden reaktiviert. Und so mancher denkt vielleicht: Zeit, mal wieder hinzufahren.


Denn in der Ausgrabungsstätte Steinrinne Bilzingsleben gibt es jedes Jahr etwas Neues zu entdecken. Auch das ist es, was Enrico Brühl den Besuchern mit der Museumsmünze als Eintrittskarte mit auf den Weg geben will.

Mitarbeiterehrung Beratermünze

Beratermünze BiMetall Gold Silber individuell gestaltet

Beratermünze – Gegenwert für Wissen  

Marcus Konitzny von der Berater Manufaktur MK GmbH zeichnet seine Mitarbeiter zur Beförderung mit einer Beratermedaille aus


Ist es eine Münze oder eine Medaille? Marcus Konitzny findet, die Beratermünze ist beides, Münze und Medaille in einem.


Beratermedaille deshalb, weil mit ihrer feierlichen Übergabe eine Mitarbeiterehrung verbunden ist: für eine Leistung, die man erbracht hat, wenn man als Berater oder Senior Berater bei der Berater Manufaktur tätig ist. 


Das Mitarbeitergeschenk ist aber zugleich auch eine Beratermünze – und zwar in einem übertragenen Währungs-Sinn. Denn Marcus Konitzny meint, eine Währung könne innerhalb eines Unternehmens auch der Titel sein. Im Falle der Berater Manufaktur wären das Titel wie „Berater“ oder „Senior Berater“. Die Münze stelle dann einen Gegenwert dar „für das, was man sich an Berater- und Beratungswissen aufgebaut hat“, erklärt Marcus Konitzny.


Eine Beratermedaille als Ausdruck für Wertschätzung


Der Gründer der Berater Manufaktur hat sich mit seiner zweiten Geschäftsführerin im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie die Mitarbeiterehrung am besten gestaltet werden kann. Die Medaille sollte sowohl eine Auszeichnung in Richtung des Mitarbeiters ausdrücken als auch die Wertschätzung innerhalb des Unternehmens.

Beratermünze Gold individuell geprägt

Entschieden haben sich die beiden Unternehmensberater aus dem hessischen Walluf für einen schlichten, aber aussagekräftigen Satz: „Der Titel ‚Senior Berater‘ zeugt von großer Erfahrung, sehr hoher persönlicher Leistung und großem Engagement“, steht auf der goldenen Senior Beratermünze.


Gerade ist Marcus Konitzny zurückgekehrt von einem der jährlich stattfindenden Offsite-Meetings. Dort hat er zwei Mitarbeitern die personalisierte Beratermünze überreicht.


Diese Klausurtagungen sind wichtig, findet Marcus Konitzny. Zum einen dienen sie dazu, für die eigene Firma, die Berater Manufaktur, Themen wie Ziele, Wertvorstellungen, Ehrenkodex zu erarbeiten. Sie sollen aber auch die persönliche Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters voranbringen. „Das ist ein großer Fokus: dass man, wenn man hier arbeitet, auch seine persönliche Seite entdeckt und weiter entwickelt“, sagt der Geschäftsführer.


Beratermünze zur Beförderung


In diesem Zusammenhang habe er die Gelegenheit genutzt, an einem passenden Abend die Medaillen zu überreichen. Dazu gab es eine kleine Laudatio für jeden der beiden Mitarbeiter. Beiden wurde die Beförderung ausgesprochen und die Medaille als deren Repräsentation übergeben. Dazu hat Marcus Konitzny selbst eine Schatulle aus Nussbaumholz gebaut: mit Logo der Firma und dem Namen des Beraters.


Wertschätzung als Säule der Unternehmenskultur steckt schon im Firmennamen. „Eine Manufaktur steht für hochspezialisierte und qualitativ hochwertige Produkte in überschaubarer Stückzahl“, heißt es auf der Webseite berater-manufaktur.de.


Und weiter ist zu lesen: „In der Berater Manufaktur erschaffen wir uns als Berater immer wieder neu bzw. ergänzen unser Wissen rund um Projekt- und Prozessmanagement, denn das ist unsere Leidenschaft. Wir sind kein Konzern und die Anzahl unserer Berater ist begrenzt – wir sind wissenshungrige Teamplayer in einem mittelständischen Unternehmen. Bei uns kennen und helfen sich alle Berater untereinander. Jeder einzelne von uns leistet seinen Beitrag zu einer verlässlichen und ganzheitlichen Beratung und damit für den Erfolg des Kunden.“


Beratermünze weckt „Staunen und schiere Überwältigung“


Die Berater Manufaktur ist eine kleine Startup-Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt Projektmanagement, derzeit vorrangig im Rhein-Main-Gebiet. Das heißt, überall dort, wo Veränderungen im Unternehmen in Form von Projekten implementiert werden, sind die Mitarbeiter zur Stelle und unterstützen diese Projekte.


Im Moment liege der Schwerpunkt eher im IT-Bereich. Sei es, dass neue Software eingeführt wird oder Veränderungen im Backend einer Software vorgenommen werden – was dann Auswirkungen hat auf den Rest des Unternehmens. „Solche Projekte begleiten wir mit unseren Kunden und für unsere Kunden“, erläutert Marcus Konitzny.


Inklusive den beiden Geschäftsführern beschäftigt die Firma acht Mitarbeiter. Umso überraschter waren die beiden Geehrten von der Beratermünze. „Staunen und schiere Überwältigung“ seien die Reaktion gewesen, erzählt Marcus Konitzny. „Das war supersuperschön zu erleben!“


„Dem einen Kollegen hatten wir vorher schon gesagt, dass er befördert wird, aber von der Beratermedaille wusste er noch nichts.“ Insgesamt seien alle „sehr euphorisiert“ gewesen. Jeder habe die Idee und die Anerkennung dahinter spüren können, „Das war wunderschön mit anzusehen. Das war unbezahlbar – für alles andere gibt es die Mastercard.“


Münze zur Mitarbeiterehrung als Bindeglied für Corporate Identity


Die Münz-Medaille hat aber auch noch eine weitere Funktion: im Sinne einer Erinnerung. Denn als Berater eines kleinen Unternehmens, der teilweise viel unterwegs ist, und das meist allein, sieht man die Kollegen nur selten. Es sei denn beim Offsite-Meeting oder beim monatlichen Business-Dinner. Aber nicht im Arbeitsalltag. Insofern stärke die Münze auch die Bindung ans Unternehmen. „Da hat man dann die Medaille zu Hause in der Schatulle stehen und weiß: ‚Das ist die Firma, bei der ich arbeite.‘“ Und dann weiß Marcus Konitzny: Die Mitarbeiterehrung hat ihr Ziel erreicht.

Stadttaler : Regionalwährung

individueller Stadttaler Oranienburg Kupfer Antik

Der Oranienburger Stadttaler macht was her

Mit einem Stadttaler als Zahlungsmittel wollen Stadt und Citygemeinschaft die lokale Infrastruktur in Oranienburg stärken


„Der Oranientaler ist das perfekte Geschenk“, sagt Stefan Wiesjahn. Als Geschäftsstraßenmanager der City Gemeinschaft Oranienburg e.V. ist Wiesjahn für die Entwicklung der Oranienburger Innenstadt verantwortlich.


Der Stadttaler als lokale „Währung“ war seine Idee – als eine Art geschäfteübergreifender Gutschein in Form einer Kupfermünze. 2015 hat er sie lokalen Händlern vorgestellt. Die Entscheidung fiel leicht: Die Stadttaler-Idee fand bei den Geschäftsinhabern sofort Anklang.


„Wir hatten vorher überlegt, ob man einen Papiergutschein in Umlauf bringt“, erzählt Wiesjahn rückblickend. Doch die Händler hätten eindeutig für die selbstgestaltete Münze votiert. Und das aus zwei Gründen: zum einen wegen der Hochwertigkeit, zum anderen wegen der Identifikation.


„Die Münze ist anschaulich gestaltet. Sie macht einen hochwertigen Eindruck und trägt zur Identifikation mit der Stadt und ihrer Infrastruktur bei“, so die Begründung der Oranienburger Geschäftsleute. So ein Stadttaler fasse sich „ganz anders“ an als ein Stück Papier. Er liegt gut in der Hand, sieht ansprechend aus und macht was her.


Der Oranientaler ist das perfekte Geschenk


Es ist bereits die dritte Auflage des Oranientalers. „Unser Ziel ist es, mit dem Oranientaler die Wirtschaftskraft in der Stadt zu stärken“, sagt Wiesjahn. 


Wenn man nicht wisse, was man schenken soll, gehe man mit dem Oranientaler kein Risiko ein. Denn der Beschenkte kann die Kupfermünze im Wert von zehn Euro in mehr als 30 Geschäften in Oranienburg einlösen: ob im Bistro, Reisebüro, Schuhladen, in der Eisdiele, im Naturkostladen oder Fahrradgeschäft.  


Der Oranientaler werde „sehr gut angenommen“, sagt der Geschäftsstraßenmanager. Der kaufmännische Aspekt greift – auch wenn so manche unserer individuellen Münzen in den Schubladen der Sammler verschwindet, nach Erfahrung der City Gemeinschaft Oranienburg gut die Hälfte der Münzen. Auch bei Touristen ist der Stadttaler ausgesprochen beliebt und ein vielgekauftes Andenken.


Doch Stefan Wiesjahn sieht das pragmatisch. „Das ist einfach so, damit muss man rechnen“, meint der Geschäftsstraßenmanager.  


Ein Stück Stadtgeschichte mit dem Stadttaler


Für die Gestaltung der individuellen Münze hat er sich vorab viele Gedanken gemacht. Es sollte nicht einfach nur eine Münze mit der Zahl Zehn sein, dem Kaufäquivalent in den Läden. Der Stadttaler sollte den Esprit der Stadt Oranienburg auffangen und zugleich ein Stück Stadtgeschichte widerspiegeln. 

Stadttaler Oranienburg geprägt Antik


So ist auf der Rückseite ein kleines Kunstwerk abgebildet: Es trägt den Titel „Kurfürstenpaar im Ballrausch“. Zur Verfügung gestellt hat es Uwe Tabbert, ein über die Region hinaus bekannter Künstler. In seinem Kunstwerk, das nun auch die so individualisierte Kupfermünze schmückt, geht es um Vergangenheit und Gegenwart, Träume und Wirklichkeit. Das Kurfürstenpaar spiegelt sich kopfüber im Schloss. In einigen Bällen, die aussehen wie Ballons, sind Oranienburger Wahrzeichen abgebildet, andere bleiben leer: für Wünsche und Ideen, die noch zu füllen sind.


Stefan Wiesjahn erklärt: „Kurfürstin Luise Henriette repräsentiert Oranienburgs Vergangenheit, die Bälle sind Zukunftsvisionen unserer Oranienburger Gegebenheiten, die schon lange da sind, die leeren Ballons stehen für Träume und Innovatives in der Region.“


Der Stadttaler ist dabei Mittel und Zweck zugleich. Als innovatives Marketinginstrument soll er nicht nur das Verschenken erleichtern, indem sein Wert auf den Kaufpreis angerechnet wird. Er soll auch die Strahlkraft Oranienburgs als Stadtgesellschaft voranbringen.  


Stadttaler-Aktionswochen: Weg aus der Pandemie


Zum Beispiel mit einer speziellen Aktion, die die Stadt Oranienburg und City Gemeinschaft Oranienburg als Gemeinschaftsprojekt entwickelt haben: die Oranientaler-Aktionswochen. 


Zwei Monate lang, zwischen Mitte September und Mitte November 2021, konnten Kunden Kassenbons sammeln – in den Geschäften der Oranienburger Innenstadt, die coronabedingt schließen mussten. „Wir wollen damit den Händlern die Möglichkeit geben, die Verluste, die sie durch die coronabedingten Schließungen 2020/21 in Kauf nehmen mussten, zumindest ein wenig auszugleichen“, sagt Stefan Wiesjahn.


Der Oranientaler fungiert dabei als Anreiz: Wenn die Kunden insgesamt einen Umsatzwert von über 100 € erreicht haben, dann erhalten sie nach Ende des Aktionszeitraums unter Vorlage der Kassenzettel zwei Oranientaler als Geschenk von der Stadt. Diese Oranientaler können sie dann bis Februar bei den mit dem Stadttaler verbundenen Händlern in Zahlung geben. „Damit wollen wir der lokalen Wirtschaft unter die Arme greifen“, sagt Stefan Wiesjahn und ergänzt: „Auf die Idee zu dieser tollen Aktion hat uns der Oranientaler gebracht.“ 


In guten Händen bei derTaler


Bei der Suche nach einem passenden Stadttaler ließ er sich vom benachbarten Bernau inspirieren – dort ist bereits in 7. Auflage der sogenannte Hussitentaler in Umlauf: ebenfalls eine Gutschein-Kupfermünze von derTaler


Die selbstgestaltete Münze habe ihn sofort begeistert. „Sie sah einfach toll aus, das Konzept fand ich wunderbar – so etwas wollte ich für unsere Stadt auch“, sagt Wiesjahn rückblickend. 


„Wenn man da mal ein bisschen recherchiert, bleiben nicht so viele Anbieter übrig, bei denen sowohl die hohe Qualität als auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen“, so seine Erfahrung. Er habe eine Agentur beauftragen wollen, „die das wirklich gut macht“. Und eines hat er ganz schnell festgestellt: „Da sticht der Taler hervor. Bei derTaler sind wir in guten Händen.“

Kompaniecoin

selbstgeprägter Kompaniecoin Antik Hartemaillle

Kompaniecoin als Identifikationssymbol und Repräsentationsstück

Herr Stabsfeldwebel, was war der Anlass für den Coin für Ihre Einheit?  

Durch die Umbenennung der Kompanie, von 2./Feldjägerbataillon 151 in 5./Feldjägerregiment 1, besaß die Kompanie keinen aktuellen Kompaniecoin, welcher als Identifikationssymbol nach innen und Repräsentationsstück nach außen genutzt werden kann.   
  

Was sollte auf jeden Fall darauf abgebildet sein, und warum war Ihnen das wichtig?  

Uns war es wichtig, einen Coin für unsere Einheit zu entwickeln, der zukünftig und auch bei einer eventuell erneuten Umbenennung unserer Kompanie verwendet werden kann.

Individueller Kompaniecoin Antik Hartemaille

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, auf der Vorderseite den zeitlosen Schriftzug „Feldjägerkompanie Neubrandenburg“ zu verwenden. Zudem sollte unser personalisierter Coin mit der abgebildeten Symbolik an die Gründung der Feldjägertruppe erinnern, unser Kompaniewappen tragen sowie Attribute repräsentieren, für die wir in unserem täglichen Dienst stehen.

Das Reliefbild des Preußischen Königs „Friedrich des Großen“ auf der Rückseite des Kompaniecoins steht sinnbildlich für die Geburtsstunde der Feldjägertruppe, eben durch diesen König, mit der von ihm verfassten Stiftungsurkunde zum reitenden Feldjägercorps aus dem Jahre 1740. Die eingeprägten Worte Kameradschaft, Loyalität, Stolz und Ehre stehen für die Kameradschaft, die wir täglich leben, die Loyalität gegenüber jedem Vorgesetzten und Untergebenen, den Stolz, Feldjäger zu sein, und die Ehre, der Bundesrepublik Deutschland treu dienen zu dürfen.   
  

Welche Bedeutung hat solch ein Kompaniecoin im Rahmen der Bundeswehr? 

Bundeswehrcoins sind für viele Einheiten, oder auch Einzelpersonen, Identifikationssymbol und Repräsentationsstück. Eine Vergabe an eine Person gilt in der Regel als Ausdruck von Wertschätzung sowie Danksagung für gezeigte Leistungen und gute Zusammenarbeit.  
  

Welches Feedback bekommen Sie bislang von den Kameraden? 

Ein durchweg positives, da der personalisierte Coin mit unserer gewählten Symbolik die Zugehörigkeit unserer Kompanie zur Feldjägertruppe repräsentiert und eine sehr hohe Fertigungsqualität aufweist.  
  

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit der Taler erlebt? 

Die Zusammenarbeit mit Ihnen haben wir als überaus positiv und professionell empfunden.  

Ruhestandsmünze zum Abschied

In Rente geht man nur einmal

Das Versicherungsunternehmen Verti dankt langjährigen Mitarbeitern mit einer speziell zum würdigen Abschied gefertigten Ruhestandsmünze


So sieht für Christian Dittfeld und Tobias Lochter Wertschätzung für Mitarbeiter aus, die in den Ruhestand gehen: eine edle 999-Feinsilber-Münze mit dem Firmennamen Verti und dazugehörigem Firmenlogo, den Worten „Dank und Anerkennung“ und dem Unendlichkeitszeichen in den Farben der ineinander verschlungenen deutschen und spanischen Fahne.


Der Dank gilt der Treue, dem Engagement, dem Know-how der Mitarbeiter im Rentenalter, die Anerkennung ihrer Lebensleistung. Die Ruhestandsmünze symbolisiert die Verbindung zur Firma, der Verti Versicherung AG, und ihrem Mutterkonzern, der spanischen MAPFRE Gruppe. Es ist eine Verbindung, die bleiben soll. Auch über das aktive Berufsleben hinaus. So stellen es sich jedenfalls Christian Dittfeld und Tobias Lochter vor.


Christian Dittfeld ist bei der Verti Versicherung AG als Referent für Entgeltabrechnung tätig und hatte die Idee zur Ruhestandsmünze. Tobias Lochter arbeitet im Bereich Unternehmenskommunikation und legt hierbei besonderes Augenmerk auf CSR – corporate social responsibility, die soziale Verantwortung des Unternehmens.


Die Verti Versicherung AG beschäftigt rund 550 Mitarbeiter. Was vor mehr als 25 Jahren mit einer Handvoll Angestellter im brandenburgischen Teltow begann, ist heute eine internationale Erfolgsgeschichte. Heute ist Verti Deutschlands zweitgrößter Kfz-Direktversicherer, Vorreiter bei Versicherungen für emissionsarme Fahrzeuge und auch im Bereich Risikoleben mehrfach preisgekrönt.


Auch die Abschiedsmünze für den Ruhestand ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Baustein. Denn nicht nur mit ihrer Elektroauto-Versicherung bietet die Verti Versicherung ein innovatives Produkt am Puls der Zeit an.


Ruhestandsmünze als Krönung des aktiven Berufslebens


Auch in puncto sozialer Nachhaltigkeit wartet der Direktversicherer mit vielfach ausgezeichneten Konzepten auf: So bietet die Verti Versicherung AG ihrer Belegschaft seit Jahren ein breitgefächertes Angebot zur Gesundheitsförderung sowie zur familienfreundlichen Work-Life-Balance, erzählt Tobias Lochter. Dazu zählen beispielsweise ein eigenes Fitnessstudio, regelmäßige Sport-Events oder ein Eltern-Kind-Zimmer.


Nachhaltig ist auch das Konzept der Ruhestandsmünze. Sie sei gewissermaßen die Krönung eines erfüllten Arbeitslebens, das bei Verti über die Jahre immer wieder Wertschätzung in Form verschiedener Geschenke erfährt.  


„Es ist uns sehr wichtig, den Mitarbeitern ein wertschätzendes Arbeitsumfeld zu bieten“, sagt Tobias Lochter „Es ist uns wichtig, langjährige Mitarbeiter zu haben und ihnen dann auch zu zeigen: Ihr seid uns wirklich wichtig, auch dann, wenn ihr in den Ruhestand geht“, sagt der Experte für soziale Unternehmensverantwortung. Bei Verti setzt man auf langfristige Mitarbeiterbindung – einschließlich Verabschiedung per Bi-Metall Ruhestandsmünze .


Die Münze macht „wirklich etwas her“, freut sich Christian Dittfeld, der Mann für die Münze. Dieses Feedback bekommt das Unternehmen auch von den Beschenkten. „Die personalisierte Ruhestandsmünze ist sehr durchdacht, zusammen mit derTaler haben wir da viel Herzblut hineingesteckt – das nehmen die Kollegen sehr wohl wahr. Und freuen sich dann umso mehr“, sagt der Personalreferent.   


Diese besondere Münze gibt es nur für den Ruhestand


Die Wertschätzung beginnt nicht erst beim Renteneintritt. Eine bei Verti tief verankerte Unternehmenskultur, die wertvolle Arbeit der Angestellten zu würdigen, greift viel früher. Und es gibt „viele kleine Meilensteine“ auf dem Weg dorthin: Blumen am ersten Arbeitstag, diverse Benefits, Prämien zu Jubiläen. „Wir würdigen die Treue zum Unternehmen auf vielfältige Weise“, betonen Christian Dittfeld und Tobias Lochter.

Ruhestandsmünze BiMetall Softemaille individuell

Vom symbolischen Wert der Münze, die aus 999er-Feinsilber hergestellt ist, einmal abgesehen, gehe es dabei auch um eine ideelle Wertsteigerung. Der Mitarbeiter wird im Laufe der Jahre immer mehr wertgeschätzt, entwickelt sich – und am Ende steht die Ruhestandsmünze.


Schließlich sei die Firma nicht nur ein Ort zum Arbeiten, sondern auch ein Ort, an dem man viel Lebenszeit verbringt, zusammenkommt und sich austauscht. Ein solcher Ort müsse ausgerichtet sein auf die moderne Arbeitswelt. „Wenn sich die Menschen wertgeschätzt fühlen, Entwicklungsmöglichkeiten haben und Beruf, Familie und Freizeit in Einklang bringen können, dann leisten sie auch gute Arbeit“, sind die beiden Vertianer überzeugt.


Für Christian Dittfeld steht fest: Die Münze als Geschenk für den Ruhestand bleibt. Und zwar ausschließlich dafür. „Wir wollen die Vergabe der Münze nicht inflationär betreiben. Diese besondere Münze gibt es nur für den Ruhestand“, unterstreicht der Verti-Referent. Schließlich soll das Abschiedsgeschenk etwas Besonderes sein und sich nicht etwa abnutzen. Denn: In Rente geht man nur einmal.


Mit der Ruhestandsmünze Erinnerungen wachrufen


„Wenn unsere Mitarbeiter nach Renteneintritt sagen: ‚Dort habe ich einmal gearbeitet, das war eine tolle Zeit‘ und immer etwas zu erzählen haben, wenn sie die individuelle Ruhestandsmünze zur Hand nehmen, dann hat sie unser Anliegen erfüllt“, sagt Christian Dittfeld.


Die Münze soll „ein Trigger“ sein, ein Auslöser für schöne Erinnerungen und das Gefühl, ein erfülltes Arbeitsleben gehabt zu haben. Das Konzept sei stimmig. „Das ist es, was wir erreichen wollen: dass man noch lange daran denkt.“


Individuell geprägte Jahrgangsmünze

Individuelle Jahrgangsmünze Silber Abi

Hinaus in die Welt: Mit individuellen Abi-Jahrgangsmünzen

Am Evangelischen Gymnasium Hermannswerder in Potsdam erhalten die Abiturienten zum Abschluss ihrer Schulzeit eine hochwertige Jahrgangsmünze

Kaum Präsenzunterricht, keine Kursfahrten, kein Abiball – die Abiturjahrgänge 2020 und 2021 mussten auf Vieles verzichten. Wenigstens ideell wollte der Schulleiter eines Potsdamer Gymnasiums diese herben Verluste seiner Schüler kompensieren – mit einer individuell geprägten Münze zum Abitur für jeden einzelnen Schüler samt Namen.


„Eine Münze als Abschlussgeschenk passt hervorragend zu uns“, sagt der Direktor. Denn zum einen kenne er diese Art Abi-Jahrgangsmünze von anderen Schulen. Zum anderen sei seine Schule ein Haus mit Tradition, gegründet vor mehr als 100 Jahren.


Tradition haben auch individuell geprägte Münzen. Erwiesenermaßen seit der Antike sei es belegt, dass aus bestimmten Anlässen Münzen vergeben wurden, sagt der Schulleiter. Ob als Gedenk- oder Erinnerungsmünzen, was zählt, sei der ideelle Wert. „Wir sind eine Traditionsschule, da passt eine traditionelle Jahrgangsmünze aus meiner Sicht dazu“, meint der Pädagoge.


Zumal die individuelle Schulmünze den aktuellen Gegebenheiten insofern Rechnung trägt, dass jedes Jahr ein anderer Begleitspruch auf ihr abgebildet wird. Auf der Vorderseite ist immer die Schule zu sehen, die bleibt immer gleich. Die Rückseite der Jahrgangsmünze verändert sich minimal aufgrund des variierenden Spruches.


2020, im ersten Jahr der Schulmünze, habe man sich für eine Textstelle aus dem Neuen Testament entschieden, ein Zitat des Apostel Paulus. In diesem Jahr, 2021, fiel die Wahl auf eine Passage aus dem Alten Testament. Das Zitat werde immer sehr sorgfältig überlegt, dann es soll zur jeweiligen Zeit und dem Abitur-Jahrgang passen.


Eine Krone, zwei Lesarten


„Das ist jetzt das zweite Jahr hintereinander, dass wir eine Abi-Jahrgangsmünze machen lassen, für uns ist das also eine recht junge Tradition“, erzählt der Direktor. Das Layout habe man fast unverändert übernommen – bis auf den Begleitspruch. Der stammt aus dem 2. Buch Samuel und lautet „Der Herr ward mein Halt. Er führte mich hinaus ins Weite.“


Abi-Jahrgangsmünze-Silber_Münzansicht

In der Mitte der Erinnerungsmünze sind die Worte „Abitur 2021“ sowie der jeweilige Name des Schülers oder der Schülerin eingraviert, darunter leuchtet das alte christliche Fisch-Symbol „ichthys“ (griechisch: ΙΧΘΥΣ), basierend auf einem christlichen Menschenbild entsprechend der Tradition des Gymnasiums.


Wenn man ganz genau hinschaut, entdeckt man unter dem Fisch ein winziges Krönchen (lateinisch: corona). Eine doppeldeutige Aussage, meint der Schulleiter. Denn einer der Auslöser für die Wahl des alttestamentarischen Satzes war die Corona-Pandemie – schließlich habe nichts die letzten beiden Schuljahre der Jugendlichen so geprägt wie diese gesamtgesellschaftliche Krise. Man könne die winzige Krone aber auch so verstehen: die Jahrgangsmünze als Krönung der Schullaufbahn.


Egal, für welche Lesart die Abiturienten sich entscheiden, ob für das Corona-Memorial oder die Erinnerung an diese von Corona geprägten Schuljahre, auf jeden Fall bedeutet der Schulabschluss, dass sie die Enge ihres bisherigen Daseins verlassen und herauskommen: hinein ins Leben, hinaus in die Welt.


Die Jahrgangsmünze : Ein bisschen exklusiv


„Das Besondere an unseren Münzen für die Abiturienten: Sie sind individualisiert. Ein paar haben wir ohne Namen bei derTaler bestellt, die vergeben wir an die Tutoren, die Lehrer, die die Abiturienten in den letzten zwei Jahren betreut haben“, erklärt der Schulleiter. „Ich wusste gar nicht, dass so etwas überhaupt geht, darauf hat uns derTaler gebracht – aber so ist es natürlich viel schöner. Ich finde die Erinnerungsmünzen sehr gelungen.“


Die Menschen seien immer dann zufrieden, meint der Schulleiter, „wenn sie das Gefühl haben, bei aller Gemeinschaft und bei allem Sozialgefüge ein bisschen exklusiv zu sein“.


Und wie kommen die Abi-Münzen bei Schülern und Eltern an? „Sehr gut“, sagt der Schulleiter. „Beim ersten Mal kostete es noch ein wenig Überzeugungsarbeit, bei der zweiten Abi-Münze in diesem Jahr schon nicht mehr.“


Ursprünglich dachte er, das sei eine Art Testballon, gut zu begründen mit der besonderen Corona-Situation, weil gerade diese Abiturienten auf ziemlich viel verzichten mussten. „Doch der Verzichtsgedanke spielt jetzt kaum noch eine Rolle. Wir wollen die Erinnerungsmünzen auf jeden Fall als Tradition beibehalten.“


Abi-Jahrgangsmünzen beim Klassentreffen


Er könne sich auch vorstellen, dass sich aus den Jahrgangsmünzen eine Art Sammelreihe entwickelt. „Wer weiß, vielleicht tauschen sich die Jahrgänge untereinander aus über ihre Münzen.“ Bei späteren Klassentreffen zum Beispiel.


Den jeweiligen Begleitspruch greift der Direktor in seiner Abi-Rede auf. In der Hoffnung, dass er die Schüler auf ihrem Weg begleitet. „Und wenn sie dann in zehn oder 15 Jahren ihre persönliche Schulmünze zur Hand nehmen, um die Erinnerungen an die Schulzeit wachzurufen, dann werden sie sich hoffentlich hauptsächlich an das Gute erinnern.“

Spendentaler und Gedenkmünze

Spendentaler Gedenkmünze verstorbene Kinder

15.000 Fackeln, Silbermünzen, sechs Rekorde und ein Auto

Mit einer silbernen Gedenkmünze und jährlichen Weltrekord-Aktionen erinnert ein Thüringer Verein an verstorbene Kinder und sammelt Spenden für SMA1-erkrankte Kinder

„Das ist für Louis“, sagt Bernd Lehmann und wendet nachdenklich die Silbermünze zwischen seinen Fingern hin und her. Darauf zu sehen sind angedeutete Fackeln in 3D, gut erkennbar an ihren Flammenformen. Umrandet ist die Münzseite von der Aufschrift „In Gedenken an die verstorbenen Kinder“. Auf der anderen Seite der Gedenkmünze sind ein Logo und eine Beschreibung abgebildet: „Wir brechen Rekorde, um Kindern zu helfen“.


Bernd Lehmann ist Vorstandsvorsitzender von Rekordteam e.V., einem Thüringer Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, todkranke Kinder und ihre Familien deutschlandweit zu unterstützen. In diesem Jahr hilft er Louis. Mit 15.000 Fackeln. Und mit der speziell dafür geprägten Gedenkmünze.


Louis ist zwei Jahre alt. Er leidet an SMA1, einer Muskelkrankheit, an der Kinder sterben, weil ihre Atemmuskulatur versagt. Meist, bevor sie ihr siebtes Lebensjahr erreichen. „Die Diagnose ist schlimm genug, doch die Eltern bekommen nicht immer die Unterstützung, die sie so dringend brauchen – weil niemand weiß, wie lange das Kind noch lebt“, sagt Bernd Lehmann.


Als er von der Krankheit erfuhr, wollte er helfen – mit einem Konzept, das nachhaltig trägt. Seine Idee: Spendengelder sammeln durch Weltrekorde. Mit den Einnahmen wird ein Auto erworben, das den speziellen Bedürfnissen des Kindes angepasst ist – ein Fahrzeug pro Jahr, jeweils für eine Familie.


Rekorde und Gedenkmünze zum guten Zweck


Bernd Lehmann brauchte nicht lange nach Mitstreitern zu suchen. Sofort fanden sich weitere Ehrenamtliche bereit, die seine Idee von Beginn an unterstützten. Und dass seit mittlerweile sechs Jahren in Folge. Das Kernteam besteht aus 18 Freiwilligen. „Wir setzen uns immer Ende des Jahres zusammen, suchen uns unter den Bewerbern eine Familie für das nächste Jahr heraus und überlegen dann gemeinsam die Art von Rekordversuch für dieses Mal“, beschreibt Lehmann das Vorgehen. Manchmal sind es auch zwei Rekordversuche pro Jahr. Denn Bewerbungen treffen viele ein, und dringlich ist jedes Familienschicksal.


Für die Rekorde lässt sich das Team immer etwas Außergewöhnliches einfallen – die längste Murmelbahn der Welt (2017), den höchsten Tannenbaum aus Getränkekisten (2018), den längsten Kalten-Hund-Kuchen (2019), den längsten heißen Draht (2020), den höchsten Reifenstapel (ebenfalls 2020).

Spendentaler-Silbermünze_Rekordteam

Für 2021 ist das größte Fackelbild der Welt anvisiert. Die Gravur der Gedenkmünze stellt ebenfalls eine Fackel dar. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. „Wir brauchen immer ein dreiviertel bis ein Jahr“, sagt Lehmann. Das alles in der Freizeit neben dem Beruf.


Für den aktuellen Rekord werden 15.000 Fackeln auf einer Fläche von 120 × 80 m aufgestellt. Sie alle sollen entzündet werden und gleichzeitig brennen. Erst dann gilt die Aktion als Weltrekord. Die Fackeln werden symbolisch für einen Betrag von zwei Euro pro Stück verkauft. Jede Fackel steht dabei für ein verstorbenes Kind. Der Verkauf der Silbermünzen trägt ebenso zum Fundraising bei.


Anreiz zum Spenden durch die Silbermünze


Hier kommt die Gedenkmünze ins Spiel. Zum einen soll sie erinnern, zum anderen sollen über sie separate Spendengelder generiert werden – die dann den Erwerb eines Autos für Louis‘ Familie ermöglichen. „Die Silbermünze zum Gedenken an die verstorbenen Kinder stellt einen weiteren Anreiz zum Spenden dar“, hoffen Bernd Lehmann und sein Rekordteam. Die Ehrenamtler wollen damit das Spendensystem „etwas dynamischer“ gestalten. „Statt eine Fackel zu kaufen, von der der Spender haptisch nichts hat, kann er eine Gedenkmünze erwerben, die er in die Hand nehmen kann und die darüber hinaus einen Wert hat“, erklärt Lehmann.


Die Gedenkmünze können die Leute für zehn Euro kaufen. Dadurch können etwa 4000 € zusätzliche Spendengelder hinzugewonnen werden. Denn auch der Rekord selbst hat seinen Preis: Allein die Genehmigung, über den Flugplatz zu fahren, um die Fackeln von oben zu fotografieren, koste etwa 1000 Euro, sagt Bernd Lehmann. „Natürlich bekommen wir da viel Unterstützung, haben aber auch eigene Kosten.“


Gedenkmünze überzeugt durch Symbolik und Wertigkeit  


Von der Gedenkmünze sind alle begeistert. Schon jetzt ist sie der Renner auf der Webseite. „Da hat derTaler sich wirklich etwas Schönes einfallen lassen –  die Fackeln sind aufgegriffen worden, und auch die Intention kommt hervorragend zur Geltung: zum Gedenken an die verstorbenen Kinder. Die silberne Münze sieht edel aus und ist sehr schön gestaltet“, zeigt sich Bernd Lehmann begeistert. So begeistert, dass er sich vorstellen kann, aus der Gedenkmünzen-Premiere in diesem Jahr in sein Nachhaltigkeitskonzept zu integrieren. „Wir spielen mit dem Gedanken, jedes Jahr mit jedem neuen Rekordversuch eine neue Münze machen zu lassen. Das ist einfach noch mal ein anderer Spendenanreiz. Und auch die Grafikabteilung vom Taler wird dann jedes Jahr aufs Neue gefordert!“